Prostcasts

Aus der Idee heraus, unter dem Namen Prostcast einen Podcast mit dem Herrn Flaneur zu bestreiten, entwickelte sich das Ganze mehr und mehr zu einer Art Podcast-Label. Schnell fanden sich weitere Wortakrobaten am Microphon ein. Und damit nicht immer die Rationalität obsiegt, gibt’s was zu trinken – wäre ja sonst auch langweilig. Somit ist das Grundkonzept hinter Prostcast eigentlich ganz einfach: es gibt unterschiedliche Shows oder Sendereihen mit (zumeist) differenzierten Themenbereichen und unterschiedlichen Akteuren. Gäste sind natürlich herzlichen willkommen und schauen hin und wieder auch gerne mal rein. Jeder Anwesende ist dazu angehalten innerhalb einer Sendung den Mindestverzehr von 0,75 Liter bei einem Alkoholgehalt von wenigstens 9 Vol.% nicht zu unterschreiten. Die Länge einer Episode ist nicht definiert, sondern hängt lediglich von Quantität und Qualität des zur Verfügung stehenden Inhaltes ab. Eine einheitliche Regelmässigkeit existiert nicht. Jede Show hat ihre eigenen Zyklen – oder auch nicht. Ein paar kurze Infos zu allen Sendereihen bzw. Shows findet ihr nachfolgend.

News, eventuelle Wehwehchen oder temporäre Entzugserscheinungen werden hier kundgetan:

Neuköllner Spätlese

Wir sind nicht angetreten um Kunstkonventionen umzuschubsen, sondern um gepflegten Spass zu haben. Wer sich sowas anhören mag, ist sehr willkommen.
Die Satzung. Onetake, die leere Buddel Wein als Minimum, keine Effekte, kein Schnitt, keine Dramaturgie, es gibt den Murks am Stück, bis die Kelche eben geleert sind.
Manche erinnern sich noch an die guten Tage, als in Talkshows noch geraucht, getrunken, geflucht, gelästert & gepatzt werden durfte. Wir beleben diese Zeit in der Epoche der blutleeren Plauderrunden wieder. Ungefiltert, explizit, schnittfrei, abschweifend, dem Nonsenskonsens hörig – verkackt ist verkackt. Castkosmetik is’ nücht.

Die Idee: Zu Beginn nüchternes (Doppeldeutigkeit, ick hör dir trapsen) solides solides Agendasetting, dann wüste Wortklaubereien, Redeschwallabwehrgefechte und das obligatorische mentale Schnäbel kreuzen … und trinken, reden, trinken – das Thema scharf bekommen oder verwischen. Die Antwortgeister aus den Flaschen entlassen & die Silben über immer schwerfällig werdendere Zunge springen lassen …
… das Thema umrunden, einhegen, umzingeln, im besten Falle erschöpfend ausleuchten, aber erfrischt heiter abarbeiten.
Wer Lust hat, die gepflegten Steilthesen der Neuköllner Spätlese sind zu haben. Wir freuen uns auf euch, euren Spott, euer Lob (ja wir sind Optimisten) und die eigene Fremdscham, wenn am Ende wieder mal der trunkene Pathos dominiert & die holde Sachlichkeit doch mit dem Altglas kuschelt.

N3rdonnay

Och nöö. Wieder einer dieser unzähligen “Nerdtalks”? …Jipp. Naja, fast.
In der Aufnahme noch etwas inkonsistent wirkend, zeichnet sich der N3rdonnay jedoch durch ein, theoretisch, hohes Qualitätspotenzial aus.
Die natürliche Kreuzung aus typischen Hardwareeinflüssen, Netzgezwitscher und exception handling, lässt ein Frequenzrauschen der besonderen Art entstehen. Die Südhangreifung ist die ideale Codebasis für einen Prostcast dieses Formats und bildet die Grundlage für eine unverwechselbare Syntax.
Themenunspezifisch im Gaumen, entfaltet er erst beim Passieren der Bogengänge sein gehaltvoll und zugleich unverwechselbares Format. Die kräftige Randnote mit Nuancen von Inkonsistenz und Abschweifpotenzial finalisieren dieses Klangerlebnis.

N3rdonnay – spritzig auf der Zunge und vollnerdig im Abgang. Ein Prostcast für viele Gelegenheiten. Ob zum mediterranen Codesalat oder zum deftigen RAMbraten – dieses kleine Stück Techkultur sollte in jedem gut sortierten Podcastkeller vorrätig sein.

Sondersendungen

Besondere Geschehnisse, spektakulären Themen, extravagante Gäste, nach Aufmerksamkeit lechzende Projekte, hoch qualifizierte Expertengespräche oder einfach nur einen gepflegten Pegelgrenzenüberlauf erfordern manchmal auch eine gesonderte Rahmendefinition. Wie das dann mit dem Konsum gehandhabt wird, bleibt dem/der/den Initiator_in_en und der/dem/den Mitwirkenden überlassen.